Entscheidung Notarztstützpunkt

Was bisher geschah
Am 13. August präsentierte HALLO PURKERSDORF noch ein Interview mit Bgm. Ing. Steinbichler (Purkersdorf) und Bgm. Ing. Cech (Gablitz).
Diese hatten sich mit den Bürgermeistern aus Mauerbach, Irenental, Tullnerbach, Wolfsgraben und Pressbaum, sowie den Blaulichtorganisationen zusammengeschlossen und traten, mit einem offenen Brief an die NÖ Landesregierung, gegen die Schließung des Notarztstützpunktes in Purkersdorf auf.

Man wollte mit Erfahrungswerten und Sachargumente aufzeigen, welche eventuell bisher noch nicht berücksichtigt wurden, warum die Schließeng des Notarzt Stützpunktes Purkersdorf ein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung darstellt.
Zu diesem Zeitpunkt gab es noch Hoffnungen in den Entscheidungsprozess eingreifen und diesen beeinflussen zu können.
Aber nicht nur Widerstand der Bürgermeister und Blaulichtorganisationen gab es gegen die Schließung, auch bei den Bürgerinnen und Bürgern regte sich dieser.
Am 13. August fand diesbezüglich eine Kundgebung am Hauptplatz Purkersdorf statt, welche reges Interesse auch bei den Medien weckte.
All das hatte aber keinen Einfluss auf die Entscheidungsfindung, welche sichtlich schon gefallen war.
Entscheidung gefallen
Wenige Tage später haben sich diese Hoffnungen endgültig zerschlagen. Am Mittwoch, den 20.8.2025 wurde bei einer Pressekonferenz von der Landesrätin Eva Pirschl (SPÖ) die neue Struktur vorgestellt.
Unter dem Titel „Rettungslandschaft NÖ – Sicherstellung der bestmöglichen Versorgung“wurde die im Gesundheitsplan 2040+ ausgearbeiteten Reduktion der NEF (Noteinsatzfahrzeuge) Stützpunkte vorgestellt.
Die Gründe für die Reform des bestehenden Systems sind auch knappere Ressourcen, fehlende Notärzte und und Pensionierungen.
Diese treffen allerdings, nach Aussagen der Bgm. Steinbichler und Cech, nicht für den Stützpunkt Purkesdorf zu.
Neue Struktur
Von den bisherigen 32 NEF Stützpunkten in Niederösterreich werden nun folgende im April 2027 geschlossen:
- Aspang
- Groß Enzersdorf
- Groß Gerungs
- Hainburg
- Klosterneuburg
- Pöggstall
- Purkersdorf
- Raabs/Thaya
- Retz
- Waidhofen/Ybbs
- Ybbs Persenbeug
Zu den verbleibenden 21 NEF Stützpunkten werden auch 86 RTW-C Standorte für die notfallmedizinische Versorgung zuständig sein.
Dabei sollen auch speziell ausgebildete Notfallsanitäter, Tele-Notarzt-Unterstützung, First Responder System sowie der Ausbau der Hubschrauber Standorte zum Einsatz kommen und so die flächendeckende Notfallversorgung sichern.
