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Purkersdorf

Purkersdorf Volleys

24. September 2025

Die Purkersdorf Volleys sind eine Kooperation der Sportunion Purkersdorf und dem BG/BRG Purkersdorf, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Liebe zum Volleyballsport an interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Raum Purkersdorf und Umgebung weiterzugeben. Damit ergänzen und erweitern sie das lokale Sportangebot, das bereits unter anderem Fußball (FC Purkersdorf), Tennis (Tennisclub Purkersdorf) und Fitness (Mrs. Sporty Purkersdorf) umfasst.

In der aktuellen Podcast-Episode erzählen die beiden Trainer Dominik Novak und Gregor Feyertag von ihrem eigenen Bezug zu Volleyball, von der Entstehung und dem enormen Potential der Purkersdorf Volleys, aber auch von den Herausforderungen, vor denen sie als junge Sportinitiative stehen.

Gregor – Vom Schüler zum Trainer

Gregor Feyertag ist ehemaliger Schüler des BG/BRG Purkersdorf und spielt seit seinem zwölften Lebensjahr Volleyball. Seit 2020 ist er Teil des Trainerteams der Sportunion Purkersdorf bzw. der Purkersdorf Volleys und seit 2022 Kadertrainer beim Niederösterreichischen Volleyballverband. Als Trainer begonnen hat er, weil die Sportunion auf der Suche nach einem Volleyballtrainer für Kinder im Volksschulalter war.

„Da habe ich mir gedacht, das kann ja nicht so schwer sein mit Kindern, ein bisschen Sport.“ (Gregor)

Schnell merkt Gregor, dass es doch ein bisschen aufwendiger als gedacht ist, wenn er gegenüber 6- und 7-jährigen Kindern steht, die ihn alle erwartungsvoll anschauen. Von dem Zeitpunkt an rutscht Gregor Schritt für Schritt in die Trainingsorganisation hinein und entwickelt die Vision, ein Volleyballangebot zu schaffen, das erstens einen Fokus auf Meisterschaftsbetrieb legt und zweitens vor allem für Burschen einen Zusatz zu dem Angebot der Schule zu bieten.

Gregor Feyertag im Gespräch mit Hallo Purkersdorf

Dominik – Die Liebe zum Volleyball liegt in der Familie

Dominik Novak stammt ursprünglich aus Salzburg, wo er in einem volleyballgeprägten Elternhaus aufwächt. Seine Mutter spielt zeitweise sogar im Nationalteam, sein Vater betreibt Volleyball ebenfalls als Hobby. Dadurch kommt Dominik schon sehr früh mit dem Volleyballsport in Berührung und begleitet seine Eltern zu diversen Turnieren. In seiner Schulzeit beginnt er selbst aktiv Volleyball zu spielen und wird Teil des Vereins „USV Paris Lodron Salzburg“.

Nach seinem studienbedingten Umzug nach Wien spielt Dominik noch eine Zeit lang hobbymäßig Volleyball, wechselt dann aber zum Fußball. Seit 2018 unterrichtet er Geschichte, Geographie und neuerdings Digitale Grundbildung am BG/BRG Purkersdorf. Erst als er 2018 gebeten wird, das Volleyballtraining der Oberstufenschülerinnen und -schüler zu übernehmen, entdeckt Dominik seine Liebe zum Volleyballsport wieder. Heute ist Dominik hauptverantwortlich für den Volleyballbetrieb am Purkersdorfer Gymnasium und trainiert vor allem die Mädchen.

Dominik Novak berichtet über seine Rolle bei den Purkersdorf Volleys

Zur Geschichte der Purkersdorf Volleys

Die Sportunion Purkersdorf bietet in ihrem Programm schon seit über 15 Jahren Volleyball an. Dabei handelt es sich laut Gregor Feyertag lange eher um eine „Erwachsenen-Hobby-Truppe“. Auch am BG/BRG Purkersdorf ist Volleyball schon seit den 2000ern als „unverbindliche Übung“ verankert. Der Fokus liegt hier lange Zeit auf der Unterstufe Schülerliga für Mädchen, das Training leitet zunächst Günther Vallant. Dieser übergibt Anfang der 2010er Jahre an Wolfgang Eberhard, der in Folge rund 15 Jahre die Leitung inne hat.

Um das Jahr 2012, 2013 stellt sich auch für die Sportunion der Zusatz von einem Kinder- und Jugendvolleyballangebot, das bis dahin ausschließlich in den Schulen verankert ist. Daraus entstehen Anfang der 2020er Jahre in weiterer Folge als Kooperation zwischen Sportunion und BG/BRG Purkersdorf die Purkersdorf Volleys, die diese Initiative weiterführen, professionalisieren und mit unterschiedlichen Altersklassen und beiden Geschlechtern breiter aufstellen wollen.

Die Purkersdorf Volleys sind zwar offiziell eine Sektion der Sportunion Purkersdorf, agieren aber in vielen Bereichen autark, so etwa im Einnahmen- und Ausgabenmanagement oder in der Trainingsorganisation und haben sogar ein eigenes Logo. Heute hat das Angebot der Purkersdorf Volleys ein Alleinstellungsmerkmal in der Region – keine andere Sportunion und keine andere Schule bieten so viel Möglichkeiten für den Volleyballsport an.

Volleyball für alle Altersklassen und Spielstärken

Die Purkersdorf Volleys haben es in den vergangenen Jahren geschafft, ein flächendeckendes Volleyballangebot für alle Altersklassen und beide Geschlechter aufzubauen und Schritt für Schritt in unterschiedlichen Altersklassen teilweise sehr erfolgreich an Ligen teilzunehmen. Dabei helfen sowohl die Purkersdorf Volleys dem Schulsport, indem sie diesen professionalisieren, als auch umgekehrt, indem der Verein einen Großteil der Spielerinnen und Spieler aus dem Gymnasium heraus rekrutieren kann.

Das Volleyballangebot der Purkersdorf Volleys richtet sich bereits an Kinder im Volksschulalter. Mit den Buben und Mädchen wird zunächst in einem gemischtgeschlechtlichen Setting und einer ungezwungenen Atmosphäre mit dem Balltraining begonnen. Dieses geht in einem nächsten Schritt in das nach Geschlechtern getrennte Kleinfeldtraining (2 vs 2 bzw. 4 vs 4) für die Altersklassen U12 bis U15 über. Es folgt schließlich das ebenfalls geschlechtergetrennte Großfeld – bei den Mädchen U16, U18 und U20, bei den Burschen U16, U18 und Erwachsene (1. Klasse). Mitspielen kann bei den Purkersdorf Volleys also wirklich jede und jeder, der oder die möchte – die Initiative freut sich über alle Spielerinnen und Spieler, unabhängig davon, ob eine Ligateilnahme angestrebt wird.

„Also wir versuchen da wirklich ein möglichst breites Spektrum abzudecken, von Volksschule bis hin zu Open End. Damit hoffen wir, dass da für jeden Sportbegeisterten oder -begeisterte was dabei ist.“ (Gregor)

Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys
Die „Hall of fame“ der Purkersdorf Volleys

Volleyball für Mädchen und Burschen

Ein besonderes Anliegen war Gregor der Ausbau des Volleyballangebots für Burschen. Durch die Schülerliga der Mädchen hat Volleyball bereits seit Jahrzehnten einen sehr großen Bereich im Schulsport – rund 460 Schulen aus ganz Österreich nehmen an diesem Ligabetrieb teil, der Fokus liegt auf Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren. Daran wollte der Jungtrainer anknüpfen und einen größeren Fokus auf Burschen legen.

„Es hat sich so ein bisschen auch dieses Bild geändert hat von Volleyball ist ein Mädelsport, Burschen spielen Fußball. Das Interesse ist schon gewachsen, also die Anfrage ist dann immer größer geworden, auch aus der Schule heraus.“ (Gregor)

Viele Mädchen und Burschen, die in Purkersdorf mit dem Volleyball beginnen, bleiben diesem auch nach ihrer Schulzeit treu, z. B. bei Wien West, den Hot Volleys, Döbling oder den Road Runners. Mit Alexander Csekö (TJ Sokol V/Post SV Wien) ist sogar ein Bundesligaspieler unter den Absolventen.

Beachvolleyball in der Sommerpause

Die Saison der Purkersdorf Volleys geht üblicherweise bis Anfang Juni, im Anschluss wird mit einer kleinen Beachvolleyball-Vorbereitung begonnen, die meistens auf den Schul-Beachcup abgestimmt ist und dann auf Beachvolleyball-Turniere in den jeweiligen Altersklassen ausgelegt ist. Zwar gibt es über den Sommer kein eigenes eigenes, ausgewiesenes Beachvolleyballtaining von den Purkersdorf Volleys, doch können die Plätze am Speichberg privat und kostenlos genutzt werden. Sowohl die Mädchen als auch die Burschen nehmen über den Sommer an diversen Turnieren und Cups teil, was Gregor und Dominik erfreut zur Kenntnis nehmen. So bleiben die Kinder, wenn die Saison in der Halle vorbei ist, trotzdem am Ball.

Der soziale Faktor beim Teamsport

Dominik erachtet Bewegung für Kinder und Jugendliche als etwas extrem Wichtiges – sowohl für die körperliche als auch für die geistige Gesundheit des Kindes. Wenn ein Kind Teamsport macht, werden gerade beim Balltraining extrem viele koordinative Dinge erlernt oder verbessert. Außerdem hat Sport eine unglaubliche, nicht zu unterschätzende soziale Komponente. Auch Gregor ist der Meinung, dass Kinder vor allem im Teamsport sehr viel für ihr späteres Leben lernen. Das Zugehörigkeitsgefühl, Teil eines Teams zu sein, bringt viele Verpflichtungen und Verantwortungen mit, dir einem jungen Spieler oder einer jungen Spielerin mehr abverlangen als eine reine Schulsituation.

„Da bist du Teil eines Teams und wenn du nicht bereit bist, deine Leistungen zu erbringen, dabei zu sein, dann musst nicht nur du die Konsequenzen tragen, sondern auch dein Team. Und ich glaube, dass das gerade für das spätere Leben auch echt lehrreich ist und man da viel daraus mitnehmen kann.“ (Gregor)

Finanzierung und Sichtbarkeit

Die Purkersdorf Volleys finanzieren sich wie andere gemeinnützige Vereine auch durch Mitgliedsbeiträge, Fördergelder und Sponsoringpakete. Die Sponsorensuche gestaltet sich dabei schwierig, da es sich bei Volleyball eher um eine Randsportart handelt, die im Bewusstsein und im öffentlichen Leben der Purkersdorferinnen und Purkersdorfer noch keinen großen Platz hat. Die Sportinitiative setzt daher viel auf ihre Social-Media-Präsens.

„Einen Sponsor in Purkersdorf wird es immer mehr interessieren, ob sich eine Instagram-Story 2000 Leute anschauen und er dort quasi vorkommt, als im Vergleich dazu, wenn 30, 40 Eltern in der Halle sitzen. Das ist eh nett, dass da ein Plakat hinten im Eck hängt, aber man muss irgendwie eine Erreichbarkeit, eine Präsenz abbilden.“ (Gregor)

In Verweis auf die geringe Sichtbarkeit im Ort, führen Gregor und Dominik aus, dass es eines ihrer großen Ziele ist, sich in den kommenden Jahren wirklich in der Gemeinde zu implementieren und wie der FC Purkersdorf oder der Tennisclub Purkersdorf zu einer festen Größe im Sportspektrum von Purkersdorf zu werden.

Die Verbindung zu Purkersdorf

Zu Purkersdorf haben sowohl Gregor als auch Dominik eine enge Verbindung. Für Gregor ist Purkersdorf Teil seines Lebens, Teil seiner Jugend. Er ist wahnsinnig gern in Purkersdorf, im Wienerwald und findet die Gegend, die er nicht missen würde, wunderschön. Dominik ist zwar zugereist, verbindet heute mit Purkersdorf emotional jedoch auch sehr viel mehr als er gedacht hätte. Die Stadt, die Schule, der Volleyballsport sind für ihn zu einer Form von Heimat geworden.

„Ich merke das immer, wenn ich nach Salzburg und dann wieder zurückfahre. Ich merke dann schon sehr stark, dass so ein ein gewisses Maß an Verwurzelung herrscht, auch wenn ich jetzt nicht aus Niederösterreich bin. Aber mir macht das da richtig viel Spaß und ich mache das wirklich sehr gerne.“ (Dominik)

E-Mail: volleyball@sportunion.net

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